Tina Engel (als Gast)
Tina Engel wurde bekannt als Schauspielerin der Berliner Schaubühne, deren Ensemble sie seit 1976 angehörte – in einer Zeit, als das Haus mit aufsehenerregenden Inszenierungen der Mannschaft um Regisseur Peter Stein zu einem der bedeutendsten deutschen Theater wurde. In der spektakulären Aufführung »Wie es euch gefällt« von Shakespeare 1976/77 spielte sie die Celia. Zu erleben war sie in der ganzen langen Reihe großer Bühnenproduktionen der Schaubühne der 1970er bis 1990er Jahre, darunter in den legendären Aufführungen der »Orestie« und der »Drei Schwestern« (Regie Peter Stein), in »Die Zeit und das Zimmer« (Regie: Luc Bondy), »Der einsame Weg« (Regie: Andrea Breth) und »Madame de Sade« (Regie: Yoshi Oida). Mit Yasushi Inoues »Das Jagdgewehr« wurde sie zum Monolog-Festival nach Zürich eingeladen. Seit 2000 ist Tina Engel freischaffend tätig, auch als Regisseurin, unter anderem in Stuttgart, Zürich, am Berliner Renaissance-Theater und am Hamburger Ernst Deutsch Theater. Auch in großen Kinorollen konnte man Tina Engel erleben. Für ihre darstellerische Leistung in Margarethe von Trottas Film »Das zweite Erwachen der Christa Klages« wurde sie 1978 mit dem Filmband in Gold geehrt. In Volker Schlöndorffs oscargekrönter Romanverfilmung »Die Blechtrommel« verkörperte sie die junge Anna (die später Oskar Matzeraths Großmutter wird). 2004 war sie im Kinofilm »Erbsen auf halb 6« zu sehen. Regelmäßig übernimmt Tina Engel auch wechselnde Rollenaufgaben in Fernsehfilmen. Am Berliner Renaissance Theater stand Tina Engel im Winter 2010/2011 im Stück »Blütenträume« von Lutz Hübner auf der Bühne. Am Hans Otto Theater Potsdam ist sie erstmalig als Violet in Tracy Letts Pulitzerpreisstück »Eine Familie« (Regie: Barbara Bürk) zu erleben.
