Märkische Leselust / Herr von Knobelsdorff plauderte …“
Im kleinen Fürstentum Grimmburg verfallen die Schlösser und die Staatskassen sind leer. Voller Freude sieht man der Geburt des zweiten Prinzen Klaus Heinrich entgegen, der das Land aus der Misere führen soll. Doch der Prinz wird mit einer verkümmerten Hand geboren und der alte König sieht sich in seinen Erwartungen enttäuscht. Da erinnert sich der Staatsminister Knobelsdorff an die Weissagung einer Zigeunerin: Ein Fürst mit nur einer Hand werde dem Land großes Glück bringen. Und Knobelsdorff soll recht behalten. Als der amerikanische Millionär Spoelmann mit seiner Tochter Imma in eines der fürstlichen Schlösser einzieht, verlieben sich die beiden jungen Leute. Und mit den Spoelmannschen Millionen könnte auch das ruinierte Fürstentum wieder auf die Beine kommen …
Märchen und Parodie verwebt Thomas Mann in seinem „Lustspiel in Romanform“ aus dem Jahre 1909. Doch das Wilhelminische Zeitalter ist im Hintergrund stets präsent, insbesondere im Motiv der verkümmerten Hand Klaus Heinrichs, litt doch Kaiser Wilhelm II. an derselben Missbildung.
Leitung und Einführung: Hans-Jochen Röhrig
Mit: Marianna Linden; Hans-Jochen Röhrig, Michael Schrodt
Harfe: Eva Curth
