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Arthur Miller

Hexenjagd

/// Deutsch von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf

Salem, 1692. Terror und blanke Angst herrschen in der kleinen Neuengland-Gemeinde. Ausgelöst wird das gefährliche Geschehen durch ein paar Dorfmädchen, die nachts nackt im Wald tanzen und sich von der schwarzen Sklavin Tituba in heidnischen Ritualen unterweisen lassen. Als sie dabei vom Pastor Parris erwischt werden, behaupten sie, dem Teufel begegnet zu sein! Es folgt eine fatale Kettenreaktion, die sämtliche Familien und Mitbewohner in einen Strudel aus Verleumdung und Tod stürzen lässt. Bald nimmt fast das gesamte Dorf an einer irrwitzigen Hexenjagd teil. Allen voran die junge Abigail Williams, die Nichte des Reverend Parris, die ihren Geliebten John Proctor zurück haben und am liebsten die Stelle seiner Frau einnehmen möchte. Dafür geht sie über Leichen und schreckt nicht davor zurück, selbst ihren Geliebten ins Gefängnis zu bringen …

Arthur Miller schrieb das Stück nach einem überlieferten Fall, zielt aber auf den Kommunistenverfolgungswahn des amerikanischen Senators Joseph McCarthy im Jahr 1953. Es genügt die Macht einer »überhitzten menschlichen Einbildungskraft«, wie Miller es nannte, um einen geistigen Schwelbrand auszulösen, der Salem schließlich in einen Scheiterhaufen verwandelt. Neid, Rachlust, Verrat, Glaubenswahn, die Hatz auf alles Fremde finden nicht nur in der puritanischen amerikanischen Provinz ihren Nährboden. Angst und einengende Moralvorstellungen lassen sich auch andernorts in Instrumente des Terrors verwandeln. So untersucht Miller in seiner bösen Parabel »Hexenjagd« nicht nur Kraft und Schwäche des Einzelnen, sondern unser aller Verführbarkeit.


„Ingo Berks ‚Hexenjagd’-Inszenierung am Hans Otto Theater ist von eindringlicher Intensität.“ Potsdamer Neueste Nachrichten

„Philipp Mauritz gibt diesem John Proctor in der Inszenierung ‚Hexenjagd’, die am Donnerstag eine aufwühlende, mit viel Applaus bedachte Premiere am Hans Otto Theater feierte, zutiefst menschliche Züge.“ Potsdamer Neueste Nachrichten

Das Stück ist nicht mehr in unserem Spielplan.

Mitwirkende

Regie
Ingo Berk  
Bühne u. Kostüme
› Magda Willi  
Musik
› Patrik Zeller  
 
 
Juliane Götz
› Marcus Kaloff (als Gast)
› Adisat Semenitsch
Nele Jung
› Sinja-Kristina Dieks
Meike Finck
Michael Schrodt
› Kristin Suckow
Friederike Walke
Philipp Mauritz
Sabine Scholze
Roland Kuchenbuch (als Gast)
Jan Dose
Marianna Linden
Florian Schmidtke
Bernd Geiling